Garnisonsorte im Deutschen Kaiserreich
Braunschweig war der letzte deutsche Bundesstaat, der eine Militärkonvention mit Preußen schloss. 1867 wurden die herzoglichen Verbände beim Übergang in den Norddeutschen Bund lediglich umbenannt — in Herzoglich Braunschweigisches Infanterie-Regiment Nr. 92 und Husaren-Regiment Nr. 17. Die Konvention selbst kam erst am 9./18. März 1886 zustande und trat zum 1. April 1886 in Kraft.
Der Grund für die Verzögerung war Herzog Wilhelm, der den Vertrag bis zu seinem Tod 1884 verweigerte; 1875 wurde in Braunschweig indirekt mit einer Bundesexekution gedroht. Nach dem Abschluss behielten die Truppenteile ihre Fahnen und trugen neben der preußischen weiterhin die blau-gelbe Landeskokarde, der Zusatz „Herzoglich“ entfiel. Die schwarzen braunschweigischen Uniformen wurden bis 1892 durch blaue preußische ersetzt — nur die Husaren behielten ihr Schwarz.
Zu diesen Standorten in Herzogtum Braunschweig liegen ausführliche Darstellungen mit Regimentern, Kasernen und heutigem Zustand vor:
Braunschweig