Luftschiffertruppe

Standorte im Deutschen Kaiserreich (Stand 1914)

Standorte

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Luftschiffertruppe

Einordnung

Die Luftschiffertruppe war die älteste Luftstreitkraft des deutschen Heeres. Aus den Ballon-Detachements des 19. Jahrhunderts hervorgegangen, wurde sie mit dem Aufkommen der lenkbaren Starrluftschiffe zu einer eigenen Waffengattung mit Luftschiffer-Bataillonen, Hallen und Gasanstalten.

Die Standorte lagen dort, wo große Hallen gebaut werden konnten und wo die Luftschiffe strategisch gebraucht wurden: in Berlin (Luftschiffhafen Reinickendorf ab 1906, aus dem später der Flughafen Tegel hervorging), in Köln-Bickendorf (Halle 1909, Luftschiffer-Bataillon Nr. 3 ab 1911), in Metz-Frescaty an der Westgrenze (Halle 1909, eröffnet mit dem Heeresluftschiff Z I) und in Friedrichshafen am Bodensee, wo die Luftschiffbau Zeppelin GmbH ihre Werft betrieb.

Dass der Aufbau nicht überall glückte, zeigt das Luftschiffer-Bataillon Nr. 4 des XIV. Armee-Korps: Seine vier Kompanien lagen in Mannheim, Metz, Lahr und Friedrichshafen — die Lahrer Halle war jedoch zu knapp bemessen, sodass die dortige Kompanie jahrelang im thüringischen Gotha ausweichen musste. Mit dem Ersten Weltkrieg zeigte sich die Verwundbarkeit der Luftschiffe rasch; die Fliegertruppe übernahm ihre Aufgaben weitgehend. Die Hallenstandorte blieben jedoch prägend für die Luftfahrtgeschichte der jeweiligen Städte.

Die 7 Standorte