Zur Kavallerie zählten Husaren, Ulanen, Dragoner und Kürassiere, in Bayern die Chevaulegers. Anders als bei der Infanterie sagt die Waffengattung hier auch etwas über die Tradition des Verbandes: Die Bezeichnungen waren im Kaiserreich längst keine taktischen Unterschiede mehr, sondern historische Namen mit eigener Uniform.
Kavallerie-Standorte lagen auffällig oft in kleineren Städten. Der Grund ist praktischer Natur: Pferde brauchen Weide, Futter und Auslauf, und Ställe für mehrere hundert Tiere ließen sich am Stadtrand billiger unterbringen als in einer Großstadt.
Eine Kavalleriekaserne erkennt man deshalb an etwas, das Infanteriekasernen fehlt: langgestreckte Stallgebäude und eine Reithalle. Beide haben die Truppe vielerorts überlebt und dienen heute als Werkstatt, Markthalle oder Veranstaltungsraum.
Belegte Standorte (32)
AllensteinKönigreich Preußen · auch Feldartillerie, Infanterie
BerlinKönigreich Preußen · auch Infanterie, Verkehrstruppen
BraunschweigHerzogtum Braunschweig · auch Feldartillerie, Infanterie
BreslauKönigreich Preußen · auch Feldartillerie, Infanterie, Train
CasselKönigreich Preußen · auch Feldartillerie, Fußartillerie, Infanterie, Train
DanzigKönigreich Preußen · auch Feldartillerie, Fußartillerie, Infanterie
DarmstadtGroßherzogtum Hessen · auch Feldartillerie, Infanterie, Train
Frankfurt a. MainKönigreich Preußen · auch Feldartillerie, Infanterie
GlogauKönigreich Preußen · auch Feldartillerie, Fußartillerie, Infanterie, Pioniere